Null-Emissions-Verwaltungsgebäude, die Sanierung kostet die Gemeinde keinen Cent!

Wie können wir Fridays for Future TOP Themen im Kommunalwahlkampf umsetzen? Wenn wir Nettonull 2035 erreichen wollen, ein klimaneutrales Land, dann haben wir für unsere Stadt nur noch 3 Wahlperioden bis 2035. Wir können also fordern, dass in jeder der 3 Wahlperioden 33% der Verwaltungsgebäude auf Null-Emissions-Standard saniert werden sollen. Wie geht das und was kostet es? Es ist erstaunlich einfach, kostet die Kommune keinen Cent und ist sogar günstiger!

Hier beispielhaft formuliert für die Sanierung des VHS Gebäudes in Mülheim an der Ruhr:

(…) Die Verwaltung wird beauftragt im Vorfeld einer Beschlussfassung zur Gebäudesanierung – unter Beteiligung der Öffentlichkeit – mindestens ein Sanierungskonzept für ein komplett CO2freies, Null-Emissions-Gebäude zu erstellen. Hierbei sollen neben dem geplanten Standard-Investitionsbedarf für die Sanierung auch der zusätzliche Null-Emissions-Gebäude-Investitionsbedarf berechnet werden und den jährlichen Energieeinsparungen gegenübergestellt werden, inklusive der eingesparten Kosten für eine dann nicht mehr notwendige Heizungsanlage.

Begründung:

Bei der Ermittlung der Sanierungskosten soll geprüft werden, ob die Mehrkosten zum Erreichen eines Null-Emissions-Gebäude-Standards nicht sowieso schon die langfristig günstigste Variante darstellt. Insbesondere, da Energieeinsparmassnahmen von öffentlichen Gebäuden zu 100% KfW finanziert werden, das kostet die Stadt also keinen Cent!

Konkret sollte geprüft werden, ob diese Mehrkosten über 20-30 Jahre refinanziert werden können, also durch Energieeinsparungen, den Wegfall der Kosten für eine neue Heizungsanlage (die nicht mehr benötigt wird) unter Berücksichtigung der sehr günstigen KfW-Zinsen (0,01%). Und danach hätten wir ein günstiges Gebäude für 100 Jahre ohne Heizkosten!

Zusätzlich bewirkt ein Null-Emissions-Verwaltungsgebäude ein günstiges Image für Mülheim, als Vorreiterin auf dem Weg zu Nettonull 2035 (Fridays for Future TOP Thema).

Dr. Ingo Stuckmann, KV Mülheim, für eine neue Energiepolitik

DETAILS:
Kommunale KfW Programme, ich habe nochmal bei der KfW angerufen. Für kommunale Träger gibt es 2 Programme, Nr. 218 Energetische Sanierung von Verwaltungsgebäuden, und 217 Neubau von Verwaltungsgebäuden.

Die Zinsen liegen für Kredite mit einer Laufzeit von 10-30 Jahren bei sehr günstigen 0,01% (10 Jahre Festzins / 2-5 Jahre tilgungsfrei). Das heisst konkret, dass ich für 1 Millionen Euro Kredit jährlich nur 100,- Euro Zinsen zahle.

Bei Null-Emissions-Gebäuden gibt es zusätzlich einen Tilgungszuschuss.

Anm: Für kommunales Wohneigentum gibt es auch Programme, Nr. 219 und 220, die jedoch nicht direkt bei der KfW beantragt werden können, sondern über die Hausbanken. Dadurch entstehen zusätzliche Gebühren für die Hausbanken – eben for profit für alle Seiten.

Wie können wir NETTONULL 2035 KOMMUNAL umsetzen?

  • wir haben nur noch 15 Jahre Zeit bis 2035, das sind 3 Kommunalwahlperioden
  • jetzt 33% umsetzen, in der 2. Periode 66%, in der 3. auf 100% hoch
  • FFF: Standorte für Wind & Solar/Ausstieg aus Kohle/Nettonull 2035
  • alle 33 Massnahmen haben eins gemeinsam – es ist sogar günstiger!

ZUSAMMENFASSUNG

FRIDAYS FOR FUTURE fordert 3 Dinge.

  1. 100% Erneuerbare Energien bis 2035
  2. Kohleausstieg bis 2030
  3. Nettonull bis 2035

OHNE EINSTIEG, KEIN AUSSTIEG
Konkret heisst das kommunal, wir brauchen Dächer für Solarenergie und Standorte für Windräder, so einfach ist der EINSTIEG.
Weiterhin wollen wir CO2 einsparen, wo es wirtschaftlich geht, also Null-Emissions-Gebäude, E-Mobilität und Divest aus Beteiligungen an Fossilen, der AUSSTIEG.

  1. 100% Erneuerbare Energien bis 2035 – der EINSTIEG

33% aller kommunalen Dächer für Solaranlagen ausschreiben – es ist sogar günstiger!

33% der Schwimmbäder mit thermischen Solaranlagen/100% KfW- es ist sogar günstiger!

33% aller kommunalen Gebäude sanieren auf Null-Emissions-Gebäude/100% KfW- es ist sogar günstiger!

33% der Haushalte mit Windstrom versorgen (3 Standorte für Windräder entlang der Autobahn = Strom für 60.000 Einwohner!!)- es ist sogar günstiger!

Fazit: Alle Massnahmen 100% finanzierbar über die KfW zu 0.01% Zinsen (bis 30 Jahre) – kostet die Gemeinde KEINEN CENT! Im Gegenteil – es ist sogar günstiger!

2. Kohleausstieg bis 2030 – der AUSSTIEG

33% Divest aus Kohlekraftwerken aussteigen (RWE Aktien (ausser RWE steigt aus)

33% Divest aus Firmen, die Kohlekraftwerke oder Minen bauen oder betreiben

33% Divest aus Banken, die Kohlekraftwerke oder Minen finanzieren

33% Divest aus Versicherungen, die Kohlekraftwerke oder Minen versichern

3. Nettonull 2035 = ein klimaneutrales Land bis zum Jahr 2035 – der EINSTIEG in Nettonull

33% kommunale Flotte auf E-Autos & E-Lieferwagen umstellen – es ist sogar günstiger!

33% kommunale/ÖPNV Flotte auf E-Busse umstellen.

-Frei parken für E-Autos & Benutzen von Busspuren durch E-Autos

33% der Verwaltungsprozesse auf eProzesse umstellen – es ist sogar günstiger!

33% des kommunalen Papierverbrauchs auf ePapier umstellen – es ist sogar günstiger!

33% der externen (internet) Server sollten nur CO2frei laufen – es ist sogar günstiger!

-kreativer Nettonull-Ideen-Wettbewerb es ist sogar günstiger!

33% des Plastiks einsparen

33% der kommunalen Gebäude mit Trinkwasser-Zapfstationen ausstatten – es ist sogar günstiger!

B-Pläne nur noch für PLUS-Energiehäuser mit Null-Emissions-Haus Niveau genehmigen- es ist sogar günstiger!

(Auch Privatkunden können Wärmeschutz&Solaranlagen zu 100% über die KfW finanzeren, danach habe ich für 100 Jahre ein Haus ohne Heizkosten! Günstiger!)

100% Strom aus Erneuerbaren Energien einkaufen – es sollte jetzt sogar günstiger werden!

CO2freie Gewerbesteuer einführen

CO2freie Grundsteuer einführen

-TASK FORCE Mülheim Nettonull 2035.

-33% der privaten Häuserdächer für Solaranlagen gewinnen

-33% der Gewerbedächer für Solaranlagen gewinnen

-33% der Industriedächer für Solaranlagen gewinnen

-33% des CO2-Fußabdrucks der Gewerbebetriebe einsparen

-33% des CO2-Fußabsrucks der Industrie einsparen

-33% des CO2-Fußabdrucks der Stadt Mülheim an der Ruhr einsparen

PRESSE & PR

  1. Klimanotstand ausrufen.
  2. Klimagünstiges Image für Mülheim & Tourismus
  3. Scorecard Mülheim (EINSTIEG und AUSSTIEG und Nettonull als Score auf der website veröffentlichen)
  4. Nettonull-Bundesliga für eine CO2freie Stadt (Analog der Solarbundesliga eine Nettonull-CO2frei Liga aller Städte in Deutschland mit Ihrer Scorecard)

DETAILS           

Wie können wir NETTONULL 2035 KOMMUNAL umsetzen?

Was können wir kommunal tun? Ganz viel (vor allem die alten Denkmuster durchbrechen)!

FRIDAYS FOR FUTURE fordert 3 Dinge, wie können wir das kommunal umsetzen?

  1. 100% Erneuerbare Energien bis 2035 – der EINSTIEG

33% aller kommunalen Dächer für Solaranlagen ausschreiben

KONKRET: Pachtverträge öffentlich vergeben (PV und Solarthermie).

FINANZIERUNG: keine Kosten (Pacht Einnahmen) – es ist sogar günstiger!

33% der Schwimmbäder mit thermischen Solaranlagen &

33% aller kommunalen Gebäude sanieren auf Null-Emissions-Gebäude – es ist sogar günstiger!

KONKRET: Im ersten Jahr geeignete Gebäude identifizieren. Contracting Verträge öffentlich vergeben.

FINANZIERUNG: keine Kosten (Zahlungen aus Einsparungen der Energiekosten)

KONKRET: Sanierung kommunal durchführen

alternativ

FINANZIERUNG: Die Kosten für eine neue Heizung entfallen (nicht mehr notwendig), die KfW finanziert 100% der Sanierungskosten zu 0,01% Zinsen (30 Jahre Laufzeit / Beispiel: für 1 Millionen Euro KfW-Kredit fallen nur 100 Euro Zinsen an im Jahr). Rückzahlung durch Einsparung der Kosten für eine neue Heizung (nicht mehr notwendig) und Einsparen der Energiekosten – das kostet die Gemeinde keinen Cent! Und danach habe ich ein Null-Emissions-Verwaltungsgebäude für 100 Jahre ohne HeizkostenEs ist sogar günstiger!

33% der Haushalte mit Windstrom versorgen, Vorrangflächen für Windenergie innerhalb von 1 Jahr zur Verfügung stellen (z.B. entlang der Autobahnen / Anm: Um 33% aller 170.000 Einwohner von Mülheim an der Ruhr, also etwa 60.000 Einwohner rechnerisch mit Windenergie zu versorgen, brauchen wir nur 3 Windräder mit je 5MW Nennleistung.

KONKRET: Flächensuche öffentlich auslegen. Dann diese Flächen als Weissfläche im Regionalplan deklarieren. Das gemeinschaftliche Einvernehmen erklären.

FINANZIERUNG: keine Kosten (bei Gemeindeflächen Pacht Einnahmen/Gewerbesteuer in einigen Jahren) – es ist sogar günstiger!

Fazit: Alle Massnahmen 100% finanzierbar über die KfW zu 0.01% Zinsen (bis 30 Jahre) – kostet die Gemeinde KEINEN CENT! Im Gegenteil – es ist sogar günstiger!

2. Kohleausstieg bis 2030 – der AUSSTIEG

33% Divest aus Kohlekraftwerken aussteigen (RWE Aktien (ausser RWE steigt aus)

33% Divest aus Firmen, die Kohlekraftwerke oder Minen bauen oder betreiben

33% Divest aus Banken, die Kohlekraftwerke oder Minen finanzieren

33% Divest aus Versicherungen, die Kohlekraftwerke oder Minen versichern

3. Nettonull 2035 = ein klimaneutrales Land bis zum Jahr 2035 – der EINSTIEG in Nettonull

33% kommunale Flotte auf E-Autos und E-Lieferwagen umstellen

KONKRET: Innerhalb von 1 Jahr einen Plan erstellen, wann welches kommunale Fahrzeug durch ein E-Auto oder E-Lieferwagen oder E-Bus ersetzt werden kann. Öffentlich vergeben. Tanken an kommunalen Solardächern einbeziehen.

FINANZIERUNG: keine Kosten (eingesparte Benzinkosten einrechnen) – es ist sogar günstiger!

33% kommunalen/ÖPNV Flotte auf E-Busse umstellen

KONKRET: prüfen, ob finanzierbar. Alternativ: Ausbau Straßenbahn möglich? Laut Al Gore sind 2025 50% aller Busse in der Welt elektrisch, es muss also günstiger sein.

FINANZIERUNG: (eingesparte Benzinkosten einrechnen), sollte günstiger sein

-Frei parken für E-Autos & Benutzen von Busspuren durch E-Autos

FINANZIERUNG: keine Kosten

33% der Verwaltungsprozesse auf eProzesse umstellen – es ist sogar günstiger!

kreative Nettonull Verwaltung

KONKRET: Einen Ideen-Wettbewerb veranstalten mit allen Verwaltungsangestellten (vielleicht auch mit den Schulen) und gesponsorten Preisen, wer noch Ideen hat, den CO2 Fußabdruck von Mülheim zu reduzieren.

33% der externen (internet) Server sollten nur CO2frei laufen – es ist sogar günstiger!

KONKRET: Liste aller externen (internet) Server erstellen im 1. Jahr. Prüfen, welche am einfachsten gewechselt werden können, wenn sie nicht CO2frei arbeiten (mit 100% Grünem Strom betrieben werden).

33% des kommunalen Papierverbrauchs auf ePapier umstellen

KONKRET: Ausschreibung des ePapier-Stadtpreises: Welche Abteilung kann wie auf ePapier umsteigen? Jede Abteilung erstellt einen Plan für die Umsetzung. 50% der eingesparten Papierkosten werden den Mitarbeitern einer Abteilung z.B. als ePapier-Bonus am Jahresende ausgezahlt. (so wie in Los Angeles. Bürgermeister Eric Garcetti hat für alle 23 Abteilungen der Stadtverwaltung einen „Effizienzwettbewerb“ ausgerufen, Ziel 20% im ersten Jahr. Oft haben sie weitaus mehr erreicht)

FINANZIERUNG: keine Kosten (sogar Einsparungen / könnte teilweise als Bonus an alle Mitarbeiter ausgeschüttet werden) – es ist sogar günstiger!

33% des kommunalen Plastikverbrauchs einsparen, z.B. Plastiktüten verbieten (so wie in San Franciso und anderen Städten)

33% der kommunalen Gebäude mit Trinkwasser-Zapfstationen ausstatten

Öffentliche Trinkwasser-Zapfstationen (Schulen, Verwaltung) wie gerade im November 2019 von der EU gefordert, zur Vermeidung von Plastikflaschen – es ist sogar günstiger!

KONKRET: Jedes Dezernat/Abteilung und jede Schule überlegen innerhalb von 1 Jahr, wo Trinkwasser-Zapfstationen sinnvoll sind.

FINANZIERUNG: Durch eingesparte Plastikflaschenkosten / Werbung.

B-Pläne nur noch für PLUS-Energiehäuser genehmigen

KONKRET: in B-Plan diesen Standart festlegen.

FINANZIERUNG: Ein Plus-Energiehaus ist GÜNSTIGER.

Anm: Was ist mit Mehrkosten und bezahlbarer Wohnraum? Wärmeschutzmassnahmen können 100% von der KfW finanziert werden, auf 20 Jahre zu unter 1% Festzins (der Kredit wird über Energieeinsparungen in 10-20 Jahren abbezahlt). Und danach habe ich für 100 Jahre lang ein Haus ohne Heizkosten! Jedes PLUS-Energiehaus ist heute günstiger!

-100% Strom aus Erneuerbaren Energien einkaufen

KONKRET: 100% Grünen Strom kaufen oder eigene Solaranlagen und Windräder installieren. FINANZIERUNG: die KfW finanziert kommunale Solaranlagen und Windräder zu 100%.

Anm: Windräder und Solaranlagen sind insbesondere in den letzten 3 Jahren so viel günstiger geworden, dass der Strom neuer Windräder und Solaranlagen heute in Deutschland sogar schon günstiger ist, als für Fossile (Daten von der Bundesnetzagentur 2017). In den nächsten Jahren sollten das für neue Windräder und neue Solaranlagen auch bei den Verbrauchern ankommen, sofern Standorte für Windräder und Dächer für Solaranlagen von den Kommunen bereit gestellt werden – es sollte jetzt sogar günstiger werden!

CO2freie Gewerbesteuer einführen

CO2freie Grundsteuer einführen

KONKRET: Den Gewerbesteuerhebesatz und die Grundsteuer für CO2freie, Null-Emissions-Gebäude, Firmen, Industrie deutlich absenken.

FINANZIERUNG: Aufkommensneutral gestalten.

TASK FORCE Mülheim Nettonull 2035.

KONKRET: eine Task Force einrichten, die die folgenden Punkte angeht:

-33% der privaten Häuserdächer für Solaranlagen gewinnen

-33% der Gewerbedächer für Solaranlagen gewinnen

-33% der Industriedächer für Solaranlagen gewinnen

-33% des CO2-Fußabdrucks der Gewerbebetriebe einsparen

-33% des CO2-Fußabsrucks der Industrie einsparen

KONKRET: Studie.

(welche Massnahmen/Finanzierungen sind notwendig um wieviel CO2 in der Industrie einzusparen/Umstellung von Prozessen? Gibt es Bundes- oder Landesförderungen/ Investitionshilfen EU? KONKRET: Zenit GmbH in Mülheim an der Ruhr einbinden, die sind exzellent und kümmern sich ja schon für das Land NRW um Innovationsförderungen.

-33% des CO2-Fußabdrucks der Stadt Mülheim an der Ruhr einsparen

KONKRET: Interne Studie (das ist einfach zu bestimmen: Kosten für Strom, Wärme, Mobilität umrechnen in Energieeinheiten (kWh)

Gibt es Möglichkeiten über die Bauleitplanung und sonstiges, den CO2 Fußabdruck zu reduzieren?

PRESSE & PR

  • Klimanotstand ausrufen.

KONKRET: Alle Ratsentscheidung vor Abstimmungen auf Klimafolgen und Alternativen untersuchen. Interne Berechnung ggf. ausreichend.

  • Klimagünstiges Image für Mülheim & Tourismus es ist sogar günstiger!

KONKRET:Imagekampagne und eBrochüre „Nettonull Mülheim“ und „wir werden CO2frei“, Scorecard und Bundesliga (siehe unten).

  • Scorecard Mülheim

KONKRET: alle Massnahmen zum kommunalen EINSTIEG in Erneuerbare und AUSSTIEG aus CO2 in einer SCORECARD Nettonull 2035 auf der Website von MH veröffentlichen.

  • Nettonull-Bundesliga für eine CO2freie Stadt.

KONKRET: Analog der Solarbundesliga eine Nettonull-CO2frei Liga, wo alle Städte in Deutschland mit Ihrer Scorecard um die Plätze der Bundesliga konkurrieren können.

Bestimmt gibt es noch viele andere Ideen, aber insbesondere diese TOP FFF THEMEN, sollten wir ernsthaft versuchen einzubringen und umsetzen – es ist sogar günstiger!

Dr. Ingo Stuckmann

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PPP NETTONULL 2035 kommunal umsetzen

@einfachCO2frei
@zerofootprintsolutions

FFF TOP Thema NETTONULL 2035 Wie geht das?

  • Fridays for future fordern Nettonull 2035
  • Windräder verdoppeln: 30.000 Windräder auf 2% der Landesfläche
  • Solar stark ausbauen: 1% der Landesfläche und alle Dächer
  • GUTE NACHRICHT: Wind- und Solaranlagen sogar günstiger
  • 3 Sofortmassnahmen & 4 Zusatzmassnahmen Solar
  • Nettonull 2035 erreichbar, in 5 Jahren nicht mehr

Aber zunächst einmal die Hintergründe und Fakten, damit wir wissen, worum es geht. Dann 3 SOFORTMASSNAHMEN zum Aufrichten der am Boden liegenden Wind- und Solarbranche.
4 ZUSATZMASSNAHMEN SOLAR sind für die Verdreifachung des Zubau von Solaranlagen notwendig. Aber zuerst die Hintergründe und Fakten, kurz und knapp, DIS und DAS:

NETTONULL 2035/EINSTIEG in ein klimaneutrales Land, wie geht das?

DIS Kurzinfo (Demokratie Informations System)

Hintergrund/FAKTEN

Weltklimavertrag von Paris: Die Bundesregierung hat den Weltklimavertrag unterschrieben. Im Vertrag steht, dass die Länder der Welt Nettonull Emissionen erreichen sollen, mit dem Ziel die globale Temperaturerhöhung auf deutlich unter 2 Grad, am besten auf 1,5 Grad zu begrenzen. Die Bundesregierung hat das Ziel 2 Grad bis 2050 definiert. Dieses Ziel widerspricht bereits dem unterschriebenen Vertrag.

Fridays for Future (FFF) und die Wissenschaft fordern die Einhaltung des Weltklimavertrags. Je nach Szenarien werden 1,5 Grad zwischen 2035-2040 erreicht. FFF fordert deshalb Nettonull Emissionen im Jahr 2035.

Ist das realistisch?
Für ein klimaneutrales Land brauchen wir 2 Dinge, den EINSTIEG in Erneuerbare Energien und den AUSSTIEG aus Kohle und CO2. Und ohne Einstieg, kein Ausstieg. Diese DIS-Kurzinfo beschäftigt sich mit EINSTIEG in 80-100% Erneuerbare Energien.
Der Stromverbrauch verdoppelt sich durch die Elektrifizierung von Wirtschaft, Gebäuden und Verkehr. EINSTIEG Wie?

WIND: Wir haben heute 30.000 Windräder mit 50 Gigawatt (GW) Leistung. Wir brauchen eine Verdopplung, also weitere 30.000 Windräder der heute üblichen 5 Megwatt-Klasse, um das Ziel zu erreichen. Das entspricht einem netto Zubau von 2000 Windrädern pro Jahr für 15 Jahre bis 2035.

Diese Zubauraten hatten wir vor 2 und 3 Jahren bereits erreicht, bevor die Bundesregierung die Windbranche vom Erneuerbaren Energie EinspeiseGesetz (EEG) auf Ausschreibungen umgestellt hat, was zu einen Einbruch um 90% geführt hat. Zur Aufrichtung der Windbranche sind weiter unten 3 Sofortmassnahmen formuliert.
DETAIL: 2.000 Windräder x 5MW = 10GW/ 10GW x 15 Jahre = 150 GW/ 50GW heute + 150GW Zubau = 200 GW (Ziel erreicht)
Quelle Bilder: Prof. Quaschning

Benötigt werden hierfür 2% der Landesfläche (heute 1% genutzt). OFFSHORE WIND: Ziel ist der Zubau von 76GW.
SOLAR: Aktuell sind 50GW Solaranlagen auf 0,1% der Landesfläche und auf 10% der Dächer installiert. Zum Erreichen von Nettonull 2035 sind 400GW erforderlich. Das entspricht 1% der Landesfläche für Freiflächenanlagen, sowie der Nutzung aller Dächer. Für die nächsten 15 Jahre ist ein jährlicher Zubau von 23 GW erforderlich, was etwa einer Verdreifachung der bereits erreichten Zubauraten 2010-12 entspricht, bevor die Bundesregierung die Solarbranche vom Erneuerbaren Energie EinspeiseGesetz (EEG) auf Ausschreibungen umgestellt hat, was zu einen Einbruch um 80% geführt hat. Zur Aufrichtung der Solarbranche sind weiter unten 3 Sofortmassnahmen formuliert.

GÜNSTIGER: Durch die Ausschreibungen sind Wind- und Solarstrom drastisch günstiger geworden, seit 2017 ist neuer Wind-und Sonnenstrom sogar günstiger als alter, konventioneller Strom.
Massnahmen
3 SOFORTMASSNAHMEN: Durch die folgenden 3 Sofortmassnahmen könnten in wenigen Jahren die Zubauraten bei Wind und Solaranlagen wieder erreicht werden, die wir vor 3 Jahren im Wind und vor 6 Jahren in der Solarenergie schon hatten.
1) GÜNSTIGES EEG 2.0 – Abschaffung der Ausschreibungen für Wind- und Solarprojekte. Begründung: Durch die Ausschreibungen sind beide Branchen zusammengebrochen.
2) FLÄCHENAUSWEISUNGEN Innerhalb von 1 Jahr sollte in B-, F- und Regionalplänen 2% der Landesfläche für Wind- und 1% für Solaranlagen ausgewiesen werden, ansonsten gilt automatisch wieder §35 BauG Privilegierung im Aussenbereich.
3) CLEARINGSTELLEN für GENEHMIGUNGEN: Sofern nach 1 Jahr eine Genehmigung nicht erteilt werden kann, sollte das Recht eingeführt werden, eine Clearingstelle anzurufen, die innerhalb von 3 Monaten entscheidet, damit Genehmigungsverfahren beschleunigt werden.
Durch diese 3 Sofortmassnahmen ist Nettonull 2035 erreichbar.
4 ZUSATZMASSNAHMEN SOLAR: Folgende weitere Massnahmen sind insbesondere für die Verdreifachung des Ausbaus der Solarenergie notwendig:
a) Abschaffung der „Sonnensteuer“, also die Zahlung der EEG-Umlage auf Eigenverbrauch sollte wegfallen, insbesondere, da durch den Eigenverbrauch kein Handel an der Strombörse notwendig ist und somit auch gar keine EEG-Umlage entsteht.
Begründung: Vom Mieter bis zur Wirtschaft profitieren so alle von günstigem Wind- und Solarstrom vor Ort. Das würde auch die Akzeptanz vor Ort steigern.
b) Vor-Ort-Vermarktung Eine Vermarktung von günstigem Wind- und Sonnenstrom regional vor Ort ohne EEG-Umlage und ohne Netzentgelte, da beides nicht anfällt und die Stromnetze entlastet.
c) Öffentliche Verwaltung, Dächer zur Verfügung stellen, z.B. Pachtverträge für Solaranlagen vergeben.
d) Neubaugebiete Solarnutzung vorschreiben

Durch diese 4 ZUSATZMASSNAHMEN SOLAR ist vermutlich eine Verdreifachung des Solarzubaus erreichbar.

Pro Argumente
Erstens, sind so die Klimaziele 2020 und 2030 erreichbar. Zweitens, sind Wind- und Sonnenstrom seit 2017 (Bundesnetzagentur) sogar schon günstiger als konventioneller Strom. Drittens, verbleibt die System Integration der Erneuerbaren Energien, die über Innovationen gelöst und diese Lösungen dann weltweit exportiert werden können, da alle Länder der Welt günstige Wind- und Solarenergie integrieren werden wollen. Begründung: Laut Bloomberg`s New Energy Outlook 2019 leben jetzt 66% der Weltbevölkerung in einem Land, in dem Wind- oder Solarenergie die günstigste Energiequelle sind.

Contra Argumente
Die Bundesregierung geht von Nettonull 2050 aus, wobei der Zubau halbiert werden könnte. Der BDI sieht kein Problem bis 2050 80% Erneuerbare Energien zu erreichen, was mit einer schwarzen Null, bzw. leicht positivem Ergebnis erreichbar ist. Für 95% 2050 sind laut BDI erhebliche weitere Anstrengungen notwendig (hierzu separate DIS-Kurzinfo).
Meinungen der Parteien (vermutet, nicht repräsentativ)
CDU/CSU: 2050 klimaneutral wollen wir erreichen. Jeder Sektor sollte dazu die 2030iger Ziele erreichen, also Gebäude, Verkehr, Industrie, Strom.

SPD: Das Klimapaket sollte nachgebessert werden.

AfD: Die Atomkraftwerke sollten länger laufen.

FDP: Energetische Sanierung kostet weniger, sollte deshalb vor allem vorangetrieben werden. Ebenso sollten wir synthetische Kraftstoffe entwickeln und nicht gleich auf E-Mobilität umsteigen.

Die Linke: Das Klimapaket geht nicht weit genug. Die Reichen müssen belastet, die Armen müssen entlastet werden.

B90/Grüne: Wir haben gerade folgenden Antrag in den Bundestag eingebracht: Ausbau der Windenergie in Schwung bringen, Menschen beteiligen und Klimaschutz stärken. (Anm: Die 3 o.g. Sofortmassnahmen sind in dem Antrag etwas abgeändert, aber im Wesentlichen enthalten).

Dr. Ingo Stuckmann

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FFF TOP Thema. Wie richten wir die Wind- und Solarbranche wieder auf? 3 Sofortmassnahmen

Wie die Graphiken zeigen, sind sowohl die Wind- als auch die Solarbranche in unserem Lande um 80-90% eingebrochen. Wie konnte das passieren? Und warum?

Hier eine DIS-Kurzinfo

Es wird viel geredet, dabei gibt es nur einen einzigen Grund, was sich seit 2017 für die Wind- und vorher für die Solarenergie geändert hat: Die Bundesregierung hat die bisherige Einspeisevergütung nach dem Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) auf Ausschreibungen umgestellt! Und wie in allen anderen Ländern der Welt mit Ausschreibungen auch, hat sich jetzt ein Oligopol weniger Großer gebildet. Und weg sind sie, die vielen tausenden kleiner Akteure, lokal vor Ort, die Akteursvielfalt der Bürgerenergie. 40.000 Jobs im Wind und 80.000 Jobs in der Solarbranche sind verloren. Insolvenzen im Solarvalley und bei deutschen Windkraftanlagenherstellern, bisher weltweit führend.
Und nur wegen dieser Fehlentscheidung der Bundesregierung haben wir die Klimaziele 2020 verpasst! Was für ein Desaster.

Was können wir tun? 3 SOFORTMASSNAHMEN
Um die Wind- und Solarbranche wieder aufzurichten und die Klimaziele zu erreichen.

1) TOP Thema: Günstiges EEG 2.0
Wir fordern ein Günstiges EEG 2.0 für die Bürgerenergie. Denn mittlerweile sind Wind- und Solarenergie sogar günstiger als die alten abgeschriebenen Konventionellen:

– Konventionelle 4.1 cents (Terminmarkt BNA 2017)
– Wind- und Solar 3.8 cents (Ausschreibungen BNA 2017)

Günstiger! Das ist dramatisch. Und vermutlich deshalb haben nicht nur die Umweltverbände und Gewerkschaften, sondern selbst der BDI einen Brandbrief gegen Wirtschaftsminister Altmeier geschrieben (SDZ 13.11.19), für die Windenergie. Der BDI will günstigen Strom.
Wie kriegen wir also die Wind- und Solarbranche wieder in Gang?
Ganz einfach. Wir brauchen Planungssicherheit durch ein Einspeisegesetz, genauso, wie wir es vor 3 Jahren im Wind und vor 6 Jahren in der Solarenergie schon hatten, nur jetzt sogar günstiger!
Planungssicherheit = Akteursvielfalt = Bürger-Energiewende

Und in wenigen Jahren haben wir wieder eine Windbranche mit Zubauraten wie wir sie 2017 schon hatten, etwa 2000 Windräder im Jahr, also 2000 x 5MW = 10GW. So schaffen wir in 15 Jahren den Zubau von 150 GW bis 2035 Nettonull. Das schaffen wir aber nur wenn wir JETZT anfangen, in 5 Jahren ist es nicht mehr zu schaffen.
Und auch in der Solarbranche ist der Zubau für 2035 erreichbar.

Ist das umsetzbar?
Ja, es gibt von der EU die 18MW de minimis Ausnahme von Ausschreibungen für Wind und Solar, die die Bundesregierung jedoch nicht umgesetzt hat. Nach 2020 gibt es die European Citizen Energy Regelung, es geht also sofort und nachhaltig.
Wie gesagt, selbst der BDI ist jetzt für den Ausbau der günstigen Windkraft.

Allerdings brauchen wir neben diesem TOP Thema noch zwei weitere Massnahmen und das könnte die Windbranche dann schneller aufrichten, nämlich schon in 2-3 Jahren und auch die PV hochfahren:

2) BESCHLEUNIGUNG / Flächenausweisung Wind (2%) und Solar (1%) innerhalb von 1 Jahr in Regional-/B-/F-Plänen diese Flächen ausweisen, ansonsten gilt wieder §35 BauG Privilegierung im Aussenbereich. Denn Flächen brauchen wir. (heute dauert ein Regionalplan oft 8-10 Jahre)

3) BESCHLEUNIGUNG / Genehmigungen in 1 Jahr (mit Clearingstellen): Wenn eine Genehmigung nach 1 Jahr nicht von den Behörden entschieden werden kann, sollte eine Clearingstelle angerufen werden, die dann innerhalb von 3 Monaten entscheidet, nach Stand der Wissenschaft/Technik/Planungsrecht/Umweltrecht etc….Bisher dauern BIMSCH Genehmigungen 3-5 Jahre. Wir haben keine Zeit mehr.

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